Was bleibt von Dir?

Noch so ein Gesprächsfetzen, der hängenblieb und mich seither beschäftigt. Es ging um dies und das im Gespräch zwischen mir und dem großartigen und großherzigen Journalisten, Moderator und Medienarchitekten Kai Schächtele, es ging um Geschäftsmodelle, Täler und Gipfel des Lebens und offenbar auch um Wahrscheinlichkeitsrechnung. Jedenfalls stellten wir fest, dass uns beiden Carl Friedrich Gauß ein Begriff ist – Kai, weil er Mathematik Leistungskurs hatte und mir, weil ich bei meinen Beobachtungen zu Management über Gauß und die Glockenkurve der Normalverteilung gestolpert bin (für diejenigen, die es etwas genauer interessiert, hier der alte Beitrag, der mit Gauß abschließt).

Unser Dialog jedenfalls ging ungefähr so:
Ich: Gauß war ja auch auf dem alten 10 DM Schein abgebildet.
Kai: Ja, und seine Glockenkurve auch.
Ich: Und Du Kai? Was wird neben Deinem Bild auf dem 10 Euro Schein eines Tages abgebildet sein? Was steht für Dich und Dein Wirken?
Kai: Wahrscheinlich ein stilisierter Dialog aus zwei Sprechblasen…

Ja, das passt, denn es beschreibt genau das, was Kai ausmacht. Er redet, schreibt, lässt aber vor allem andere zu Wort kommen und macht dadurch Umstände, Entwicklungen und Zusammenhänge sichtbar. Sollte die D-Mark wiederkommen, ich wäre dafür: der 10-er trägt das Bild von Kai und einem Dialog.

Und ich? Was wird auf meinem Schein zu sehen sein? Ich weiß es nicht.

Und Du, treuer Leser? Was werden wir neben Deinem Abbild sehen? Was ist auf Deinem Schein? Was bleibt uns von Dir?

Gauss