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Glücksmanagement und Gelegenheitsgurus

Wenn Sie zurückschauen auf ihr bisheriges Leben oder auf ihr Unternehmen – waren Ziele, die sie sich gesetzt haben, entscheidend für das, was Sie heute sind? Wahrscheinlich nicht, oder zumindest nicht ausschließlich.

Unser Leben kennt Zufälle, Glück und Schicksalsschläge. Wendungen und Gelegenheiten – verpasste und genutzte. Ziele spielen in jedem Managementhandbuch aber eine zentrale Rolle, Glück hingegen wird selten thematisiert. Dabei wissen wir alle, was Glück für uns bedeutet, wie es uns befördert, sobald es uns begegnet und wie es Energie in uns mobilisiert. Es geht nicht um Glück in einem esoterischen Sinne, noch nicht einmal ausschließlich in einem emotionalen – obwohl das natürlich wichtig ist. Es geht um Glück im Sinne von Prozessabfolgen, die nicht vorhersehbar sind. Es geht darum, Gelegenheiten als glückliche Wendung zu erkennen und zu nutzen. Mein Gelegenheitsguru zurzeit ist Christian Lindner, zu ihm später.

  • Früher wurden Lebensmittel gekühlt, indem Eisblöcke aus Gletschern oder langen Wintern transportiert, gelagert und genutzt wurden, das konnten sich natürlich nur wenige privilegierte leisten.
  • Dieses Geschäftsmodell wurde abgelöst durch professionell betriebene Kühlhäuser, in denen Waren gesammelt wurden.
  • Danach kam aus den USA die Privatisierung der Frische – der Kühlschrank für jeden Haushalt. Wir kennen und schätzen ihn bis heute.

Können Sie sich vorstellen, dass bald andere Systeme unseren Kühlschrank ablösen? Nein? Ich auch nicht. Die Verkäufer von Gletschereis und die Betreiber von Kühlhäusern konnten oder wollten sich offenbar auch nichts anderes vorstellen, als ihre jeweilige Gegenwart. Jedenfalls hat keiner dieser Unternehmer den Sprung ins nächste Geschäftsmodell geschafft. Sie hatten eben Ziele und bestimmt auch Businesspläne – und dann kam das Leben dazwischen.

Praktisches Management kennt zwei Leitfragen:

  1. Wie sieht die Zukunft aus und welchen Teil von ihr kann ich in Szenarien vorhersagen?
  2. Welchen Teil meiner Zukunft (und der Zukunft anderer, denn Zukunft gehört niemandem) kann ich aktiv beeinflussen?

Ziele akzeptieren weder, dass Zukunft Überraschungen birgt, noch sind sie geeignetes Mittel der Zukunftsgestaltung – außer unter festen Rahmenbedingungen, da sind Ziele das erste Mittel der Wahl.

Wer aber in dynamischen Situationen, und ich denke jetzt sowohl an die Zeit vorindustrieller Kühlsysteme als auch an unsere digitale Gegenwart, ein Unternehmen gründet und sich ausschließlich an Zielen orientiert, der wird Wendungen immer nur als Störung des Plans, nicht aber als glückliche Fügung, als Gelegenheit wahrnehmen.

Wenn Du still stehst, kommen die Dinge auf Dich zu, sagt Buddha. So ähnlich muss sich das auch Christian Lindner gesagt haben, Vorsitzender der heruntergewirtschafteten FDP. Er hielt im Landtag von NRW eine Rede, die wohl keiner weiter beachtet hätte, hätte nicht ein Kollege der SPD einen Zwischenruf zum Thema Insolvenz und Scheitern platziert. Christian Lindner beantwortete diesen Zwischenruf in aller Ausführlichkeit und mit viel Wut im Bauch, das Video bei Youtube ist ein Hit.

Und Christian Lindner, dessen Partei vor ein paar Wochen niemand auch nur mit spitzen Fingern angefasst hätte, ist plötzlich der Star bei Veranstaltungen wie der „Fuck Up Night“. Es ist nur ein kleiner Schritt zum Liebling der deutschen Startup Szene, und Herr Lindner wird diese Gelegenheit nutzen. Planbar war das nicht, aber jetzt, wo die Gelegenheit da ist, wird er sie nutzen. Wir können viel von ihm lernen.

Briefe zur Nachhaltigkeit, 5: Die zehn Gebote

Die Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Sie werden längst nicht nur als Produzenten und Anbieter von Waren und Dienstleistungen wahrgenommen, sondern von unterschiedlichen Seiten verstärkt nach ihrer Verantwortung für gesellschaftliche Prozesse jenseits des Geschäftsmodells gefragt.

International agierende Akteure gehen in Bezug auf diese Fragen in die Offensive: in Nachhaltigkeits- oder integrierten Geschäftsberichten geben sie Auskunft über wirtschaftliche, ökologische und soziale Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit.

Und kleine oder mittlere Unternehmen? Welche Chancen haben sie, eine verantwortungsbewusste Haltung systematisch in die gelebte Unternehmenskultur zu integrieren? Und Gründer/innen? Start up Unternehmen haben mehr als etablierte Firmen die Chance, Fragen der Nachhaltigkeit von Anfang an als Teil ihrer Unternehmenskultur zu etablieren und hieraus konkrete Strategien abzuleiten.

Dieser fünfte Brief zur Nachhaltigkeit ist der Versuch, zehn Leitkriterien als einfachen Handlungswegweiser für Unternehmen zu formulieren. Eine Linkliste unten schließt diesen Brief ab.

 

 

GESCHÄFTSMODELL

Planet, People, Profit: In welcher Form leistet das Unternehmen einen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung?

 

UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Management: Ist der Bereich CSR / Nachhaltigkeit einem Teammitglied eindeutig zugeordnet? Gibt es im Unternehmen ein Nachhaltigkeitsmanagement im Sinne von Zielformulierungen, Umsetzungsstrategien und Kontrolle in wesentlichen Handlungsfeldern?

Controlling: Erhebt das Unternehmen neben wirtschaftlichen Daten auch Informationen zur Nachhaltigkeit, z.B. den Energieverbrauch, Wassernutzung, Abfallaufkommen oder Kundenzufriedenheit, zum Zweck aktiver Einflussnahme?

Strategie: Ist das Unternehmen wirtschaftlich stabil und investiert es in zukünftige Projekte und Geschäftsfelder?

 

PRODUKT / DIENSTLEISTUNG

Verantwortung: In welchen Produktionsstufen berücksichtigt das Unternehmen neben wirtschaftlichen auch ökologische oder soziale Aspekte (z.B. CO2 Emissionen, Energieverbrauch, Wasser- und Abwasser, Abfallaufkommen, Arbeitsbedingungen?)

Zielgruppen: Bringt die Produktpolitik wirtschaftliche Aspekte mit ökologischen und gesellschaftlichen Fragen in Einklang? Decken sich Nachhaltigkeitsaspekte der Produktpolitik mit den Kundenerwartungen?

 

KOMMUNIKATION

Transparenz und Verständlichkeit: Ist die CSR Strategie durch das Unternehmen für alle Interessierten klar und verständlich beschrieben?

Unternehmenskultur: Stellt das Unternehmen Philosophie, Leitbild und Grundsätze seiner Unternehmensführung transparent dar?

Mehrwert: Stellt das Unternehmen den Mehrwert deutlich heraus, der der Kundschaft sowie der Gesellschaft und der Umwelt durch die Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte entsteht?

Stakeholderdialog: Hat das Unternehmen einen Überblick über alle wesentlichen Interessensgruppen, die von den Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen betroffen sind? Bindet das Unternehmen diese Interessensgruppen nach Möglichkeit in unternehmerische Prozesse ein?

Berichterstattung: Wie informiert das Unternehmen angemessen über geschäftliche Ergebnisse, Entwicklungen und Ziele? Wie informiert das Unternehmen darüber hinaus über Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit? Ist die Berichterstattung die Grundlage für einen Wertedialog zwischen Unternehmen, seinen Mitarbeitern und anderen Gruppen?

 

 

Links für Gründerinnen und Gründer sowie für Unternehmen:

IBB / BPW

Die Investitionsbank Berlin veranstaltet gemeinsam mit der Investitionsbank Brandenburg und dem Berlin Brandenburger Unternehmensverband seit 18 Jahren den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg. Wer hier mitmacht hat nicht nur die Chance auf ein Preisgeld sondern erhält Beratung, Kontakte und Seminare zum Thema Gründung – und zwar umsonst und ohne Haken. Schon seit vielen Jahren spielt auch die Dimension der Nachhaltigkeit beim BPW eine große Rolle.

 

.garage

.garage Berlin

.garage Berlin

Cool und bodenständig zugleich – dass das geht, zeigt das Gründungszentrum .garage, das unter anderem in Berlin vertreten ist. Hier wachsen überwiegend Gründungsideen heran, die aus der Arbeitslosigkeit herausführen. Gemeinsam mit den Jobcentern der Berliner Bezirke werden einzigartige Programme aufgelegt und durchgeführt.

 

b!gründet

Das Gründungsnetzwerk der Berliner Hochschulen für Stipendiaten im EXIST Programm. Das Netzwerk unterstützt unter anderem durch hervorragende Coaches aus den Bereichen Marketing, Finanzierung und Recht.

 

Green Garage auf dem EUREF Campus Berlin

Green Garage auf dem EUREF Campus Berlin

Green Garage auf dem EUREF Campus Berlin

Die Green Garage unterstützt Gründungen mit nachhaltig positiver Klimawirkung.

 

Hultgren und Partner

Die Nachhaltigkeitsberatung, der der Autor dieses Blogs geschäftsführend vorsteht. Unsere Philosophie: Nur ein Nachhaltigkeitsdialog mit vielen Anspruchsgruppen kann Köpfe und Dinge bewegen. Wir stehen allen Gründern, Unternehmern und anderen Organisationen mit Beratung, Vorträgen und Workshops zur Verfügung.

 

 

Links für Philosophen und Tagträumer:
Es ist eine ERLE, wie ich beim Fotografieren bemerkt habe.

Der Baum, Grundbild nachhaltigen Wirtschaftens

Du aber bist der Baum

 

Links an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft:

Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit

Das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit versammelt wissenschaftliche Expertise zum Thema Green Economy und arbeitet zurzeit an einem Green Economy Gründungsmonitor.

 

Grundsätzliches:

Rat für Nachhaltige Entwicklung

Rat für Nachhaltige Entwicklung, kurz Nachhaltigkeitsrat oder RNE, ist ein Beirat der Bundesregierung – und geht mit eben dieser auch mal streng ins Gericht, wenn er es für erforderlich hält. Zurzeit füllt Marlehn Thieme, die auch Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland ist, die Position der Vorsitzenden stark und eindrucksvoll aus. Der RNE steht für tolle Veranstaltungen, Projekte und Dokumentationen.

In den Briefen zur Nachhaltigkeit geht es um…
  1. …die Frage „Was ist Nachhaltigkeit?“
  2. …die Frage „Wo anfangen?“
  3. …Handlungsfelder der Nachhaltigkeit
  4. …gutes Management und pointierte Nachhaltigkeitsberichterstattung
  5. …die zehn Gebote der Nachhaltigkeit
  6. …den Nutzen nachhaltiger Entwicklung für Unternehmen, Kunden und Investoren

Ich hab keinen Plan…

…dafür aber ne Leinwand.

Canvas (engl.: Leinwand) ist eine Darstellungsform für Geschäftsmodelle, die – zu unrecht wie ich finde – dem klassischen Businessplan gegenübergestellt wird.

Der Businessplan, wie die Welt ihn kennt und Banker ihn lieben, gibt, wenn er gut ist, Auskunft über das Produkt, den Kundennutzen, Zielgruppen, die Marktsituation, Finanzierungsfragen und vieles mehr. Er geht dabei sehr tief, bis hin zu detaillierten Auskünften über Liquiditäts-, Zins- und Tilgungsplanung. Nur: wer will das wissen? Na, spätestens der Venture Capital Typ, den ich um ein paar Milliönchen anhaue.

Wenn’s aber nicht so ins Detail gehen soll, zum Beispiel bei dem Erstkontakt mit potentiellen Partnern, einer Präsentation oder auch bei einem internen Arbeitsmeeting, wenn nicht Zahlenkolonnen und ausführliche Lebensläufe gefragt sind, sondern Zusammenhänge, dann kommt der Business Model Canvas ins Spiel. Und der beschreibt vor allem eins: Beziehungen. Und das geht so:

 

Im ZENTRUM des Canvas steht das Angebot, das wir machen. Hierbei ist wichtig, nicht nur den Kernnutzen (ein PKW fährt mich von A nach B) sondern vor allem die wichtigen weiteren Nutzendimensionen schildern: Fahrspaß, Ausflüge gemeinsam mit Anderen, entspannte Urlaube mit der Familie, der Nachbar wir grün vor Neid, und so weiter. Das pralle Leben eben.

 

Drumherum werden weitere Fragen gestellt:

1. WIR UND DER KUNDE

  • Wer sind unsere Kunden? Welche Erwartungen habe sie? Wie können sie ihre Erwartungen und Probleme, außer durch mich, noch lösen (Konkurrenz)?
  • Wie wollen und können wir die Kundenbeziehungen gestalten (persönlich oder automatisiert, lebenslang oder einmalig, etc.)
  • Über welche Kanäle kommunizieren und liefern wir unsere Ware? Haben wir Filialnetze, oder geht’s per Mausklick, morgen wird geliefert?

 

2. UNSERE INTERNEN PROZESSE

  • Mit welchen wichtigen Partnern werden wir zusammenarbeiten (Forscher, Lieferanten, Filialisten etc)?
  • Was sind die wichtigsten Prozesse unseres Geschäftsmodells (Produktion, Einkauf, Lieferung, Kundenbetreuung etc)
  • Was sind die wichtigsten Ressourcen, die unser Geschäftsmodell zum Leben benötigt?

 

3. FINANZEN (and that is what it’s all about!)

  • Woher kommt das Geld zu uns?
  • Wohin fließt es und bleibt was übrig?

 

 

Was in der Auflistung oben noch aussieht wie ein klassischer Businessplan mit schmerzhaften Lücken ist in Wirklichkeit ein übersichtliches Beziehungsmodell zwischen den Grundbausteinen einer Geschäftsidee – dazu wird es am besten in die Business Model Canvas Form gegossen:

<a href="http://blog how to slim down fast.zwo-punkt-null.de/wp-content/uploads/2014/01/Bild-1.png“>Business Model Canvas

Business Model Canvas

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) hat das oben beschriebene Modell in seinen Wettbewerb aufgenommen und stellt den Teilnehmern frei, ob sie einen klassischen PLAN oder einen CANVAS einreichen. Der BPW ist der führende Wettbewerb seiner Art im deutschsprachigen Raum und fällt gerne dadurch auf, das er führende Trends in seine Abläufe integriert.

Ich werde an dieser Stelle weiter über Erfahrungen im praktischen Umgang mit dem Business Model Canvas berichten.

Ruby Cup – soziales Unternehmertum

Drei Gründerinnen aus Dänemark und Deutschland haben die Firma Ruby Cup vor zwei Jahren aus der Uni heraus gegründet, sind nach Kenia gezogen und haben dort das Projekt aufgebaut. Ruby Cup ist eine gesunde und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Frauenhygieneartikeln. Mit jedem Kauf spendet “Frau” einen Ruby Cup an ein Mädchen in Kenia und ermöglicht ihr den Schulbesuch ohne regelbedingte Fehlzeiten.

Das Problem ist klein, unscheinbar und wird hierzulande eher diskret geregelt: zur monatlichen Menstruation bei Mädchen und Frauen gehört der Tampon und/oder die Binde selbstverständlich dazu.
In ärmeren Ländern wird die Situation häufig anders gelöst, oder schlimmstenfalls gar nicht. Weil viele Frauen sich Hygieneartikel als Wegwerfprodukte nicht leisten können, bleiben sie zu Hause oder behelfen sich mit Stofffetzen. Gesundheitliche Probleme können die Folge sein, Mädchen fehlen in der Schule.

Die Fakten:

  • Millionen Frauen und Mädchen kämpfen jeden Monat damit, sich Binden zu leisten.
  • Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) hat die Monatshygiene als eines der größten Hindernisse zum Erreichen der Millennium Entwicklungsziele (MDGs) „Bildung für alle“ und „Gleichstellung der Geschlechter“ ernannt.
  • Studien haben gezeigt, dass Mädchen bis zu 20 Prozent ihrer Schulzeit verpassen, weil sie Angst haben während der Regel in der Schule ihre Kleidung zu beflecken und daher Zuhause bleiben.
  • Ohne geeignete Hygieneartikel sind Mädchen und Frauen gezwungen zu Notlösungen zu greifen, die keinen geeigneten Schutz bieten und häufig zu gesundheitlichen Problemen, wie etwa Infektionen oder anderen Krankheiten führen.

(Quelle: ruby cup)

Maxie Mathiessen, Studentin für soziales Unternehmertum in Kopenhagen, stellt dieser Situation einen Businessplan entgegen, der nun sogar von der dänischen Regierung ausgezeichnet wurde. Zentrales Element ihres sozialen Modells ist der Ruby Cup, eine sogenannte Menstruationstasse. Deren wichtigsten Eigenschaften: sie ist wieder verwendbar, also günstig, sprich: sozial. Sie enthält darüber hinaus keine Bleichmittel oder Parfüms, und das bedeutet gesund für die Frau und schonend für die Umwelt.
Die lange Geschichte von Maxies Businessplan in Kürze: nach einer ersten Feldstudie wurde Geld aus Fördertöpfen und privaten Mitteln zusammen gekratzt. In Kenia wurden Genehmigungen eingeholt und NGO-Partner gesucht. Das erste Verkaufmodell funktionierte über Slumbewohnerinnen als Vertriebspartnerinnen, der Preis lag bei drei Dollar pro Stück – und war ein Flop. Die neue Strategie lautete „Buy one, give one“: jeder Kauf eines Produktes in Deutschland bedeutet die Abgabe eines Ruby Cups an eine Frau in Kenia. Dann wurde das Produkt mit Coolnessfaktor positioniert, es sollte von Anfang an keine „Arme Leute Notlösung“ sein – dabei halfen Sängerinnen und Schauspielerinnen.

Wie geht es weiter? Der Verkauf in Deutschland könnte natürlich am besten über Drogeriemärkte funktionieren, hierfür wurden beispielsweise dm und Budnikowsky angefragt. Deren laut Maxie Mathiessen zögerliche Reaktion erklärt sich sicher aus der Angst, statt 2.000 Euro Customer-Lifetime-Value pro Frau nur noch einen Bruchteil zu realisieren. Oder stecken in Ruby Cup noch andere Haken? Immerhin steht bei dm das Thema Nachhaltigkeit recht weit oben auf der Agenda.

Maxie Mathiessen jedenfalls drücken wir die Daumen, ihr Projekt ist scheint doch ganz im Sinne von :machen.. zu sein. Wir wollen es gerne langfristig begleiten.

 

www.ruby-cup.com/de/
Quelle: Ruby Cup

Infos zum Thema Maxie Mathiessen und Ruby Cup:
socialimpactstart.eu
ruby cup

Interview mit Maxie Mathiessen im Inforadio

Nachhaltigkeit bei dm