55 Innovationskonzepte, 33 Erfolgsprinzipien und 2 Vorschläge

von Oliver Schmidt für Oliver Gassmann

Zwei interessante Bücher zum Thema Management, die fast wie Nachschlagewerke funktionieren, stelle ich hier vor.

33 Erfolgsprinzipien der Innovation

und

Geschäftsmodelle entwickeln, 55 innovative Konzepte…

Beide sind von Prof. Dr. Oliver Gassmann (und anderen Autoren), und in beiden Büchern geht es um innovative Entwicklungen von Geschäftsmodellen. In „33 Erfolgsprinzipien“ schreiben Oliver Gassmann und Sascha Friesike zurecht: „Innovation ist kein vorhersagbarer Prozess“, deshalb sei das Buch nicht als Bauanleitung zu verstehen. Ich verstehe es als Inspiration. Jedem, der es liest, fallen wahrscheinlich bei allen erläuterten „Erfolgsprinzipien“ Beispiele aus der Welt der großen und kleinen Wirtschaft ein. Das „Nostalgie-Prinzip“ beispielsweise lässt alte Moden, die dem Kunden in lieber Erinnerung sind, wieder aufleben – fertig ist das Label für Vinylschallplatten oder die Manufaktur für Porzellanpuppen.
Meine spontane Eingebung für einen 34. Innovationstreiber war, vorhandene Geschäftsmodelle radikal zu vereinfachen. Diesem Prinzip folgte beispielsweise Whatsapp – die kleine Anwendung kann das, was auf Facebook für Viele die eigentliche Kernleistung ist: Nachrichten plus Medienanhang verschicken. Leider musste ich feststellen, dass das Büchlein dieses Prinzip unter dem Titel „Kleines-Schwarzes“ schon verbucht hat.

In „55 innovative Konzepte der Geschäftsmodellentwicklung“ geht es nicht um die Innovation vorhandener Modelle, sondern grundsätzlich um die Frage, wie Geschäftsideen funktionieren können. Eine wilde und manchmal spannende Mischung aus Maßnahmen der Preis-, Kommunikations- und Vertriebspolitik bietet dem Leser Ansätze wie „Pay per Use – nutzungsabhängige Vergütung“, ein Bezahlmodell, das mal den TV Markt aufgemischt hat (der bis dahin, und in Deutschland bis heute, als „Zwangs-Flatrate“ funktionierte).

Und an dieser Stelle habe ich tatsächlich einen Vorschlag, der seinen Platz im Buch verdient hat. Ich nenne das Prinzip „Dorfdisco – hier kommt längst nicht jeder rein“. Wir alle haben irgendwann mal unsere leidvollen Erfahrungen mit dem Türsteher gemacht. Und wenn wir dann doch mal mit dabei waren? Gutes Gefühl! Den Eintritt und die vielen vergeblichen Versuche wert. Facebook wirbt mit einer Milliarde Nutzern – genauso gut könnte der Planet Erde mit seinen neun Milliarden Bewohnern werben. Nett, dass es Euch gibt, aber will ich Euch alle kennen? Natürlich nicht, ihr seid einfach zu viele!
Ello, ein soziales Netzwerk mit enormem Zulauf, wirbt eben gerade mit der Tatsache, dass man nur mit Einladung eines Ello Mitgliedes dabei sein darf. Irgendwie kommt wahrscheinlich jeder rein, aber wir fühlen uns dabei viel besser, exklusiver und besonderer.

Das Prinzip „Dorfdisco“ fehlt also im Buch „Geschäftsmodelle entwickeln, 55 innovative Konzepte“. Verehrter Prof. Dr. Oliver Gassmann – ich schenke es Ihnen, eine ausführliche Beschreibung liefere ich nach, sobald Sie mir einen kleinen Wink geben. Und gemeinsam mit alles Lesern meines Blogs freue ich mich auf die nächste Auflage von „ Geschäftsmodelle entwickeln, 56 innovative Konzepte“. Da wir den selben Vornamen haben, werden die grafischen Änderungen am Buchcover ja überschaubar bleiben.

Herzliche Grüße – Oliver Schmidt

 

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